Podiumsdiskussion in Münsing: Volles Haus – und klare Positionen von Manuel Seltier

Es war ein star­kes Si­gnal: Die Po­di­ums­dis­kus­si­on zur Bür­ger­meis­ter­wahl am Frei­tag, den 30. Ja­nu­ar 2026 um 20:00 Uhr im Mün­sin­ger Pal­lauf­saal hat ge­zeigt, wie groß das In­ter­es­se in un­se­rer Ge­mein­de an der Kom­mu­nal­wahl am 8. März 2026 ist. Der Saal war bis auf den letz­ten Platz ge­füllt – zeit­wei­se muss­te der Ein­lass so­gar be­grenzt wer­den. Mün­sing will mit­re­den, mit­ent­schei­den und die Zu­kunft ak­tiv mitgestalten.

Ein herz­li­ches Dan­ke­schön gilt dem Frau­en­bund Mün­sing für die Or­ga­ni­sa­ti­on und Carl-Chris­ti­an Eick, Re­dak­ti­ons­lei­ter vom Isar-Loi­sach­bo­ten, für die Mo­de­ra­ti­on die­ses ge­lun­ge­nen Abends. Eben­so dan­ken wir den wei­te­ren Dis­ku­tan­ten Ber­na­dette Felsch und Hu­bert Bern­wie­ser so­wie al­len Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die ge­kom­men sind, zu­ge­hört, nach­ge­fragt und dis­ku­tiert haben.

Un­ser Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat, Ma­nu­el Sel­tier bei der Po­di­ums­dis­kus­si­on. © Hans Lip­pert, Isar-Loisachbote

Manuels Linie: lösungsorientiert, fair – und umsetzbar

Un­ser Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Ma­nu­el Sel­tier hat in der Dis­kus­si­on deut­lich ge­macht, wo­für er steht: sach­li­che Ana­ly­se, kon­kre­te und vor al­lem rea­lis­ti­sche Maß­nah­men – und Ent­schei­dun­gen, die den All­tag der Men­schen in al­len Orts­tei­len verbessern.

„Ich will Pro­ble­me lö­sen – Schritt für Schritt, rea­lis­tisch und mit Blick auf die Men­schen vor Ort.“

Verkehr & Infrastruktur: Sicherheit erhöhen, Belastungen nicht verlagern

Ein Schwer­punkt des Abends war – we­nig über­ra­schend – der Ver­kehr. Ma­nu­el hat da­bei klar Po­si­ti­on be­zo­gen: Ver­bes­se­run­gen ja, aber nicht auf Kos­ten ein­zel­ner Orts­tei­le. Ge­ra­de beim The­ma Ver­kehrs­len­kung war ihm wich­tig, Be­las­tun­gen nicht ein­fach zu verschieben:

„Wir dür­fen Ver­kehrs­pro­ble­me nicht von ei­nem Orts­teil auf den an­de­ren verlagern.“

Als An­satz brach­te er ei­ne „Klei­ne Lö­sung“ für die De­gern­dor­fer Stra­ße in Mün­sing ins Spiel: Der Schwer­last­ver­kehr soll über die Haupt- und Holz­hau­ser Stra­ße und dann über ei­ne neue Quer­ver­bin­dung süd­lich von Mün­sing zu­rück zur De­gern­dor­fer Stra­ße ge­führt werden.

Wich­ti­ge Rich­tig­stel­lung: Ent­ge­gen der Dar­stel­lung in der Pres­se be­zog sich Ma­nu­els Vor­schlag auf die Holz­hau­ser Stra­ße (in­ner­orts Mün­sing), um die neue Quer­ver­bin­dung zur TÖL 20 zu er­rei­chen. Er hat zu kei­nem Zeit­punkt an­ge­regt, den Schwer­last­ver­kehr durch die Ort­schaft Holz­hau­sen zu leiten.

Zu­sätz­lich setzt er auf:

  • Si­cher­heit: Ze­bra­strei­fen, ein­ge­zeich­ne­te Rad­weg­strei­fen und Ro­te Fur­ten über­all dort, wo sinn­voll und mög­lich, so­wie das Schlie­ßen von Radweglücken.
  • Park­kon­trol­len: Mehr Kon­trol­len, um u.a. Ret­tungs­we­ge freizuhalten.

Ordnung im öffentlichen Raum: klare Regeln – klare Zuständigkeiten

Bei The­men wie wil­dem Par­ken hat Ma­nu­el be­tont, dass es ver­läss­li­che Lö­sun­gen braucht. Wich­tig da­bei: Zu­stän­dig­kei­ten und Rechts­rah­men müs­sen stim­men. Für ihn ist klar: Wenn kon­trol­liert wird, dann durch die zu­stän­di­gen Stel­len – al­so Po­li­zei bzw. kom­mu­na­le Verkehrsüberwachung.

Er stell­te da­bei klar: Ei­ne ka­me­ra­ge­steu­er­te, di­gi­ta­le Er­fas­sung von Fahr­zeu­gen (z. B. an der See­stra­ße) ist aus da­ten­schutz­recht­li­chen Grün­den nicht mög­lich.

Gewerbe: Bestand sichern – behutsam weiterentwickeln

Auch zur Ent­wick­lung des Wirt­schafts­stand­orts hat Ma­nu­el ei­ne kla­re Li­nie ver­tre­ten: Be­stehen­de Ge­wer­be­flä­chen er­hal­ten und dort, wo es sinn­voll und ver­träg­lich ist, be­hut­sam weiterentwickeln.

Wich­ti­ge Rich­tig­stel­lung: In der Pres­se wur­de ei­ne Er­wei­te­rung von Ge­wer­be­flä­chen in De­gern­dorf er­wähnt. Ma­nu­el stellt klar: Er spricht sich aus­schließ­lich für ei­ne be­hut­sa­me Er­wei­te­rung am Schlicht­feld (Münsing/​Autobahnnähe) aus. Ei­ne Neu­aus­wei­sung von Flä­chen in De­gern­dorf lehnt er ab, um ei­ne Mehr­be­las­tung des Orts­kerns durch Lie­fer­ver­kehr zu vermeiden.

Da­mit ver­bin­det er zwei Zie­le: Ar­beits­plät­ze vor Ort stär­ken und gleich­zei­tig Le­bens­qua­li­tät, Na­tur und Orts­bil­der schüt­zen. Hier­zu ge­hört für ihn auch: Kei­ne Er­hö­hung der Ge­wer­be­steu­er-He­be­sät­ze!

Schule & Kinderbetreuung: Erst Umsetzung, dann Ausbau

Ein zen­tra­ler Punkt war ei­ne gu­te Kin­der­be­treu­ung. Ma­nu­el be­ton­te, dass es zu­nächst um das kon­se­quen­te Ab­ar­bei­ten be­reits an­ge­sto­ße­ner Vor­ha­ben geht. Das be­trifft konkret:

  • Die Um­set­zung des „Haus des Kin­des“ im al­ten Rathausbau.
  • Den Neu­bau des Kin­der­gar­tens in Holz­hau­sen.
  • Ein sau­be­res Pro­jekt­ma­nage­ment für al­le be­reits be­schlos­se­nen Projekte.

„Erst die lau­fen­den Pro­jek­te sta­bil zu En­de füh­ren, be­vor man neue Groß­bau­stel­len aufmacht.“

Senioren & Wohnen im Alter: In Münsing alt werden können

Mün­sing braucht laut Ma­nu­el mehr als Ein­zel­maß­nah­men. Er will al­le In­stru­men­te für (be­zahl­ba­ren) Wohn­raum nut­zen: Ein­hei­mi­schen­mo­dell, Flä­chen­kauf, Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser, Erb­bau­rech­te und „Ver­dich­tung vor Flä­chen­fraß“. Für Se­nio­ren geht um bes­se­re An­ge­bo­te, wie eben­falls pas­sen­den und bar­rie­re­ar­men Wohn­raum und all­tags­taug­li­che Un­ter­stüt­zung (z. B. Nach­bar­schafts­hil­fe, Fahrdienste).

Die Ge­mein­de muss hier als Ko­or­di­na­tor und „Mög­lich­ma­cher“ auftreten:

„Wer sein Le­ben lang hier war, soll auch im Al­ter hier blei­ben kön­nen – si­cher, gut ver­sorgt und nicht allein.“

Energiewende: pragmatisch, heimatverträglich – und mit Bürgerbeteiligung

Kli­ma­schutz muss mach­bar und fair sein. Ma­nu­el setzt auf Prio­ri­tä­ten, die so­fort funk­tio­nie­ren: PV auf ge­eig­ne­ten Dä­chern, bes­se­re Be­ra­tung und ge­nos­sen­schaft­li­che Bür­ger­en­er­gie­mo­del­le, da­mit die Wert­schöp­fung in der Re­gi­on bleibt. Auch Po­ten­zia­le wie See­wär­me, En­er­gy Sha­ring und die kom­mu­na­le Wär­me­leit­pla­nung müs­sen an­ge­gan­gen werden.

Grö­ße­re Fra­gen wie Wind­kraft müs­sen trans­pa­rent ab­ge­wo­gen werden:

„En­er­gie­wen­de ja – aber so, dass Mün­sing Mün­sing bleibt. Mit Au­gen­maß, Trans­pa­renz und ech­ter Beteiligung.“

Finanzen: solide planen, klar priorisieren – und transparent entscheiden

Ma­nu­el räum­te mit My­then auf: Die Ge­mein­de ist ak­tu­ell mit ca. 4,5 Mio. Eu­ro ver­schul­det (ca. 1.000 € je Ein­woh­ner). Dies ist deut­lich ge­rin­ger als oft er­zählt, was der po­si­ti­ven Ent­wick­lung der Ge­wer­be­steu­er­ein­nah­men und ei­nem schnel­le­ren Ein­gang von För­der­mit­teln zu ver­dan­ken ist.

Wich­ti­ge Rich­tig­stel­lung: Ent­ge­gen der Pres­se­be­rich­te war nie die Re­de da­von, dass die Ge­wer­be­steu­er-Sät­ze stei­gen sol­len. Ma­nu­el be­für­wor­tet die­se Er­hö­hung nicht. Er setzt statt­des­sen auf das wei­ter kon­se­quen­te Ak­qui­rie­ren von För­der­mit­teln und neue Er­lös­quel­len (z. B. Be­tei­li­gung an re­gio­na­len, re­ge­ne­ra­ti­ven Energieanlagen).

„Ver­ant­wor­tungs­voll haus­hal­ten, klug in­ves­tie­ren, of­fen er­klä­ren – da­mit Mün­sing hand­lungs­fä­hig bleibt.“

Vereine und Ortsbild: Die Seele der Gemeinde

Zum Ab­schluss be­ton­te Ma­nu­el die Be­deu­tung der über 60 Ver­ei­ne und Blau­licht­kräf­te. Die­se gilt es wei­ter zu un­ter­stüt­zen und zu för­dern. Un­se­re länd­li­chen Orts­cha­rak­ter will er erhalten. 


Fazit: Ein Abend, der Mut macht

Die­se Po­di­ums­dis­kus­si­on hat ge­zeigt, wie wich­tig ein fai­rer, in­halt­li­cher Aus­tausch ist. Ma­nu­el hat da­bei mit Sach­lich­keit, Klar­heit und kon­kre­ten Lö­sungs­an­sät­zen über­zeugt. Wir neh­men mit: Mün­sings Zu­kunft wird vor Ort ent­schie­den – und sie braucht Men­schen, die zu­hö­ren, ab­wä­gen und dann handeln.

Wer Ma­nu­el per­sön­lich ken­nen­ler­nen möch­te: Wir freu­en uns auf die nächs­ten Ter­mi­ne in den Ortsteilen!

Hier gehts zu ei­nem Be­richt im Isar-Loi­sach­bo­te vom 2.2.2026:
Kom­mu­nal­wah­len 2026: Drei Kan­di­da­ten, ein Ziel – Fai­re De­bat­te und kon­kre­te Lö­sun­gen für Mün­sings Zukunft