Ergebnis der Online-Bürgerumfrage des CSU Ortsverband Gemeinde Münsing

Links: Ma­nu­el Sel­tier, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat der CSU Mün­sing, rechts: Mar­tin Eh­ren­hu­ber, Digitalbeauftragter

Münsinger Online-Bürgerumfrage: Sehr hohe Lebensqualität – aber auch klarer Handlungsbedarf

MÜNSING, 10. Fe­bru­ar 2026 – Die CSU Ge­mein­de Mün­sing hat im Zeit­raum vom 1.12.2025 bis zum 9.2.2025 ei­ne um­fas­sen­de On­line-Bür­ger­um­fra­ge durch­ge­führt. Die Er­geb­nis­se lie­gen nun vor und zeich­nen ein dif­fe­ren­zier­tes Stim­mungs­bild: Rund 83 Pro­zent der Be­frag­ten sind mit der Le­bens­qua­li­tät in Mün­sing zu­frie­den oder sehr zu­frie­den. Gleich­zei­tig be­nen­nen die 268 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer kon­kre­te Hand­lungs­be­dar­fe – al­len vor­an in den Be­rei­chen Di­gi­ta­li­sie­rung, Na­tur- und Kli­ma­schutz, Ver­kehr so­wie be­zahl­ba­rer Wohnraum.

Hohe Beteiligung zeigt Engagement der Bürgerschaft

Die voll­stän­dig an­ony­me Um­fra­ge wur­de über ei­ne eu­ro­päi­sche Soft­ware un­ter Ein­hal­tung al­ler Da­ten­schutz- und IT-Si­cher­heits­stan­dards durch­ge­führt. Ins­ge­samt be­tei­lig­ten sich 268 Per­so­nen, wo­bei die Ant­worten­zahl je nach Fra­ge zwi­schen 141 und 231 va­ri­ier­te. Die Al­ters­grup­pe der 45- bis 59-Jäh­ri­gen war mit knapp 40 Pro­zent am stärks­ten ver­tre­ten, die Ge­schlech­ter­ver­tei­lung na­he­zu ausgeglichen.

Münsing als Wohnort hoch geschätzt

Die Zu­frie­den­heit mit der Le­bens­qua­li­tät ist be­mer­kens­wert hoch: 82,69 Pro­zent der 231 Be­frag­ten ver­ga­ben 4 oder 5 von 5 Punk­ten. Als größ­te Stär­ken nann­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die ein­zig­ar­ti­ge Na­tur und Land­schaft (90,87 Pro­zent), die Nä­he zu See und Ber­gen (86,30 Pro­zent) so­wie das Ge­mein­schafts­le­ben und die Ver­ei­ne (59,36 Pro­zent). Auch Tra­di­ti­on und Brauch­tum (53,88 Pro­zent) so­wie die Nä­he zu Mün­chen (57,08 Pro­zent) wur­den hervorgehoben.

Klare Handlungsbedarfe identifiziert

Trotz der ho­hen Grund­zu­frie­den­heit se­hen die Be­frag­ten in meh­re­ren Be­rei­chen Hand­lungs­be­darf. An der Spit­ze ste­hen Di­gi­ta­li­sie­rung und Na­tur-/Kli­ma­schutz mit je­weils 55,30 Pro­zent, ge­folgt von Ver­kehr und Si­cher­heit (51,61 Pro­zent), Mo­bi­li­tät und ÖPNV (47 Pro­zent) so­wie Wohn­raum (41,01 Prozent).

Digitalisierung: Glasfaser und Mobilfunk als Top-Priorität

Nur 37 Pro­zent der Be­frag­ten sind mit dem di­gi­ta­len Ser­vice­an­ge­bot der Ge­mein­de zu­frie­den. Die For­de­run­gen sind klar: 76,53 Pro­zent ver­lan­gen ei­nen be­schleu­nig­ten Breit­band­aus­bau mit Glas­fa­ser, 69,39 Pro­zent bes­se­ren Mo­bil­funk­emp­fang. Be­son­ders in Orts­tei­len wie St. Hein­rich, Am­bach und De­gern­dorf wird die In­ter­net­ver­sor­gung als un­zu­rei­chend be­schrie­ben. Wei­te­re Wün­sche be­tref­fen den Live­stream von Ge­mein­de­rats­sit­zun­gen (46,94 Pro­zent) und den Aus­bau des di­gi­ta­len Rat­hau­ses (42,35 Prozent).

Verkehr und Sicherheit: Radwege und Tempo 30 gefordert

Das Si­cher­heits­ge­fühl von Fuß­gän­gern und Rad­fah­rern gibt An­lass zur Sor­ge: Nur rund 34 Pro­zent der 209 Be­frag­ten füh­len sich si­cher. 141 Per­so­nen nann­ten kon­kre­te Ge­fah­ren­stel­len – dar­un­ter be­son­ders die Haupt­stra­ße in Mün­sing, feh­len­de Rad­we­ge nach Am­mer­land und Holz­hau­sen so­wie die Ver­bin­dung Mün­sing-De­gern­dorf mit Schwer­last­ver­kehr. Die am häu­figs­ten ge­wünsch­ten Maß­nah­men: Rad­we­g­lü­cken schlie­ßen (66,67 Pro­zent), mehr Ze­bra­strei­fen und si­che­re Über­gän­ge (52,17 Pro­zent) so­wie bes­se­re ÖPNV-Ver­bin­dun­gen (49,28 Prozent).

Wohnraum: Einheimischenmodell stärken

Knapp 77 Pro­zent der Be­frag­ten be­wer­ten be­zahl­ba­ren Wohn­raum als wich­tig oder sehr wich­tig. Als wich­tigs­te Maß­nah­men wur­den die Stär­kung des Ein­hei­mi­schen­mo­dells (66,67 Pro­zent) und be­zahl­ba­rer Kauf- und Miet­raum (65,66 Pro­zent) ge­nannt. In den Frei­text­ant­wor­ten for­dern die Bür­ger zu­dem ei­ne Über­ar­bei­tung ver­al­te­ter Be­bau­ungs­plä­ne und mehr Bau­land für Ein­hei­mi­sche, ins­be­son­de­re für jun­ge Familien.

Natur- und Klimaschutz: Sauberkeit und Blühflächen im Fokus

Knapp 85 Pro­zent be­wer­ten Na­tur- und Kli­ma­schutz als wich­tig oder sehr wich­tig. Prio­ri­tär sind für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Sau­ber­keit und Müll­ma­nage­ment (74,52 Pro­zent), Blüh­flä­chen (58,65 Pro­zent), der Schutz von Moor- und Schutz­ge­bie­ten (57,69 Pro­zent) so­wie pes­ti­zid­freie Ge­mein­de­flä­chen (48,56 Prozent).

Energiewende: Ja zu Photovoltaik, Windkraft kontrovers

62,50 Pro­zent hal­ten die lo­ka­le En­er­gie­wen­de für wich­tig. Ei­ne brei­te Mehr­heit be­für­wor­tet den Aus­bau von Pho­to­vol­ta­ik auf Dä­chern (79,70 Pro­zent) und Ko­ope­ra­tio­nen mit Nach­bar­ge­mein­den (55,33 Pro­zent). Das The­ma Wind­kraft bleibt hin­ge­gen kon­tro­vers: Wäh­rend knapp 32 Pro­zent da­für sind, zei­gen die Frei­text­ant­wor­ten ei­ne deut­li­che Ab­leh­nung – mit Ver­weis auf Tou­ris­mus, Na­tur­schutz und Gesundheitsbedenken.

Wirtschaft und Seniorenversorgung als weitere Schwerpunkte

88,46 Pro­zent hal­ten ei­ne star­ke lo­ka­le Wirt­schaft für wich­tig. Die Un­ter­stüt­zung von Hand­werk (91,63 Pro­zent), Ein­zel­han­del und Nah­ver­sor­gung (81,77 Pro­zent) so­wie Gas­tro­no­mie (66,50 Pro­zent) steht ganz oben auf der Wunsch­lis­te. Ein be­son­ders kri­ti­scher Be­reich ist die Se­nio­ren­ver­sor­gung: Nur 32,21 Pro­zent sind zu­frie­den. Die Bür­ger for­dern drin­gend ei­ne Se­nio­ren­ta­ges­stät­te, Ta­ges­pfle­ge­plät­ze und ei­ne se­nio­ren­ge­rech­te Infrastruktur.

Mehr Bürgerbeteiligung gewünscht

60,78 Pro­zent der Be­frag­ten wün­schen sich mehr Be­tei­li­gung bei gro­ßen Pro­jek­ten. Die Zu­frie­den­heit mit der Ge­mein­de­ver­wal­tung liegt bei 52,85 Pro­zent. Die Bür­ger for­dern mehr Trans­pa­renz, Bür­ger­nä­he und ei­ne gleich­be­rech­tig­te Be­hand­lung al­ler Ortsteile.

Fazit der CSU Münsing

Die CSU Mün­sing wer­tet die ho­he Be­tei­li­gung von 268 Bür­ge­rin­nen und Bür­gern als deut­li­ches Zei­chen für das po­li­ti­sche In­ter­es­se und das En­ga­ge­ment der Men­schen in der Ge­mein­de. Der Orts­ver­band nimmt die Um­fra­ge­er­geb­nis­se mit gro­ßer Dank­bar­keit an und wird sie als Ar­beits- und Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für künf­ti­ge po­li­ti­sche In­itia­ti­ven ver­wen­den. Wich­tig ist der Mün­sin­ger CSU zu be­to­nen, dass die Er­geb­nis­se rein fak­ten­ba­siert die Mei­nun­gen der Teil­neh­mer wi­der­spie­geln und be­wusst kei­ne Be­wer­tun­gen durch den Orts­ver­band ent­hal­ten. Ziel ist es, die ho­he Le­bens­qua­li­tät in Mün­sing zu be­wah­ren und gleich­zei­tig die in­fra­struk­tu­rel­len Lü­cken über al­le Orts­tei­le hin­weg kon­se­quent zu schlie­ßen. Ma­nu­el Sel­tier, der Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat der Mün­sin­ger Christ­so­zia­len kom­men­tiert die Bür­ger­be­fra­gung wie folgt: „Die Bür­ger­um­fra­ge be­stä­tigt, was wir spü­ren: Die Men­schen lie­ben ih­re Hei­mat – und sie er­war­ten zu Recht, dass wir sie nicht nur be­wah­ren, son­dern ak­tiv ge­stal­ten. Ge­nau das ist un­ser Auf­trag. Wer Hei­mat be­wah­ren will, muss den Mut ha­ben, sie wei­ter­zu­ent­wi­ckeln: mit Glas­fa­ser in je­den Orts­teil, gu­tem Mo­bil­funk­emp­fang, mit si­che­ren Rad­we­gen, mit Wohn­raum für un­se­re Ein­hei­mi­schen und ei­ner star­ken Ge­mein­schaft, die nie­man­den zurücklässt.“

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

– 268 Teil­neh­mer – an­ony­me On­line-Be­fra­gung mit eu­ro­päi­schen Datenschutzstandards

– 82,69 % zu­frie­den oder sehr zu­frie­den mit der Lebensqualität

– Top-Stär­ke: Na­tur und Land­schaft (90,87 %), Nä­he zu See und Ber­gen (86,30 %)

– Top-Hand­lungs­be­darf: Di­gi­ta­li­sie­rung und Kli­ma­schutz (je 55,30 %)

– 76,53 % for­dern be­schleu­nig­ten Glasfaserausbau

– 66,67 % wol­len Rad­we­g­lü­cken schließen

– 66,67 % wol­len das Ein­hei­mi­schen­mo­dell stärken

– 60,78 % wün­schen mehr Bürgerbeteiligung

Ansprechpartner zu dieser Presseinformation:

CSU Orts­ver­band Ge­mein­de Münsing

Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat:
Ma­nu­el Sel­tier, E‑Mail: manuel.​seltier@​gmx.​de

Di­gi­tal­be­auf­trag­ter:
Mar­tin Eh­ren­hu­ber, martin@​ehrenhuber.​org

Ver­ant­wort­lich:
Ro­bert Uh­le, E‑Mail: robert.uhle@t‑online.de


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